Wasserstrahlschneiden – das sollte man wissen!

Das Wasserstrahlschneiden kommt als Kaltschneideverfahren aus der Gruppe der abtragenden Verfahren in einer Vielzahl unterschiedlicher Industriezweige und Anwendungen zum Einsatz. So eignet es sich beispielsweise in Form des Reinwasserschneidens zum Trennen von weichen, zähen und harten Stoffen. Dazu zählen Textilien, Lebensmittel, Folien, Isolierstoffe sowie Papier. Sollen dagegen dickere oder härtere Materialien wie Metalle, Stein, Keramik oder auch Panzerglas getrennt werden, kommt je nach Materialstärke und Anforderung auch das Abrasivschneiden zum Einsatz. Hierbei wird dem reinen Prozesswasser an der Schneiddüse der Wasserstrahlschneidanlage noch ein zusätzliches Abrasivmittel beigemengt. Dieses besteht in der Regel aus Abrasiv- oder Olivsand und befindet sich dabei in einem separaten Abrasivmittelbehälter.
Kernstück einer modernen Wasserstrahlschneidanlage ist das über den Schneidetisch angeordnete Stahlportal – auch Portalbrücke genannt. Auf diesem beidseitig angetriebenen Portal befinden sich sämtliche Werkzeugstationen wie der Wasserstrahlschneidkopf selbst, der Bohrsupport und der Scanner zum Abfahren der eingestellten Schnittpositionen. Eine solche Wasserstrahlschneidanlage kann bis auf wenige hundertstel Millimeter genau in Position gebracht werden. Dies in Verbindung mit den qualitativ hochwertigen Schnittkanten macht es zu einem äußerst präzisen Trennverfahren, das hohe Verschachtelungsdichten und Materialausnutzungsgrade ermöglicht. Gleichzeitig werden dadurch nachfolgende Bearbeitungsschritte wie Schleifen oder Entgraten oftmals überflüssig.
Ursprünglich wurde das Wasserstrahlschneiden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts für Bergbauarbeiten eingesetzt. Dabei diente es zum Trennen und Schneiden von Ton- und Kiesablagerungen, Steinen sowie Goldadern. Schon damals profitierten die Arbeiter davon, dass beim Wasserstrahlschneiden durch beispielsweise die Adolf Herzog GmbH - Mechanische Werkstätte keinerlei Stäube, Rauchgase oder giftige Dämpfe entstehen. Diese Vorzüge machen es auch heute noch zu einem beliebten Trennverfahren.
Erzeugt wird der Wasserstrahl dabei von einer Hochdruckpumpe, die im Betrieb Systemdrücke von um die 6.000 bar erreicht. Gelangt das unter Druck stehende Wasser anschließend durch den nur rund 0,1 bis 0,5 mm großen Öffnungsdurchmesser der Schneiddüse, tritt es dabei mit Überschallgeschwindigkeit aus. Die Dicke dieses Wasserstrahls beträgt nur in etwa der Dicke eines menschlichen Haares. Trifft dieser dann letztlich auf die Werkstoffoberfläche, findet ein partikulärer Materialabtrag statt, der letztlich in der Durchtrennung des Werkstoffes mündet.
In der industriellen Praxis betriebene Wasserstrahlschneidanlagen werden automatisiert über eine zentrale CNC-Steuerung betrieben. Über diese lassen sich die verschiedenen Schnittprogramme und Prozessparameter genau in das System bringen. Dies geschieht entweder über externen Zugriff über einen PC oder direkt an der Maschine über ein Touch-Display. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anlagen nahezu wartungs- und servicefrei betrieben werden können, da beispielsweise kein Schnittwerkzeug nachzuschärfen bzw. zu ersetzen ist. Für einen reibungslosen und möglichst kontinuierlichen Betrieb ist es jedoch erforderlich, dass die Anlage über eine gut funktionierende Wasseraufbereitungsanlage sowie nachgeschaltete Filter- und Austragungssysteme für den Schneidschlamm verfügt. In vielen Prozessen erfolgen auch die Beschickung des Rohmaterials und der Austrag des Materialverschnittes automatisiert.

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Wohnen im eigenen Haus

Hallo! Hier berichte ich über das Bauen und die Bauherren. Für mich wurde dieses Thema interessant als ich, zusammen mit meiner Frau, noch zur Miete wohnte. Wir planten unsere Zukunft in Bezug auf das Wohnen. Die Frage war, kaufen wir ein Haus oder bauen wir eines? Schließlich entschieden wir uns dazu zu bauen. Das Schöne ist, bei dem Hausbau konnte jeder von uns beiden seine Wünsche und Vorstellungen mit einfließen lassen. Da ein Bauvorhaben viel Geld kostet. kann sich der Bauherr darüber Gedanken machen, was er in Eigenleistung erbringen kann. Jede Arbeit, die der Bauherr selber durchführt, macht das Bauprojekt billiger.

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